Persönliche Theologie und das eigene Führungshandeln - Ein theologisch-kybernetisches Labor

Wozu braucht es Theologie in der eigenen beruflichen Praxis? Und wo kommt sie vor? Kommt sie überhaupt vor?

 

Das wollen wir gemeinsam erkunden. Dabei scheint es fast leichter zu beschreiben, was in diesem Labor nicht passieren soll: Vorworttheologien entwerfen, die wenig mit dem zu tun haben, was nach dem Vorwort kommt. Oder Reformstrategien theologisch plausibilisieren, die eigentlich einer ökonomischen Eigenlogik folgen. Oder aus einzelnen Bibelstellen ekklesiologische Masterpläne zur Zukunft von Kirche und Diakonie entwickeln.

 

Nur: Was bleibt von der Theologie in beruflichen Zusammenhängen, wenn sie alles das nicht macht?

 

Wir laden dazu ein, in diesen zwei Tagen den Fokus etwas ungewohnt zu verschieben und sich gemeinsam mit anderen auf eine persönliche Spurensuche zu begeben: Welche Wege hat die einmal wissenschaftlich erlernte Theologie im Laufe der eigenen Berufs- und Lebensjahre mit Ihnen genommen? Was von ihr wirkt nach oder trägt Sie (noch immer) – persönlich und professionell? Wie hat sie sich mit Ihnen verändert? Welche theologischen Ideen oder Motive haben Sie (mit guten Gründen) „entsorgt“? Inwieweit beeinflusst Theologie Ihr „Mindset“ in Ihrer organisationalen Führungsrolle in Diakonie oder Kirche?

 

Wenn wir so fragen, dann, weil wir Freude daran haben, kritisch und kreativ religiös-theologische Identitätsbildungen nachzuvollziehen. Und weil wir davon ausgehen, dass eine professionelle Haltung des gemeinsamen „Theologisierens“ eine produktive Ressource in transformativen Prozessen sein könnte.

Wobei wir schon fast wieder am Anfang wären. Aber nur fast.

Schwerpunkte

Funktion und/oder Dysfunktion der Theologie im Führungshandeln; Theologie als Kunst des Unterscheidens, Wahrnehmens und Verstehens, aber auch als persönliche Bürde; Paradoxien und Dilemmata in Theologie und Organisation.

Zielgruppe

Führungskräfte in Kirche und Diakonie mit Interesse an der theologischen Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Herausforderungen in der Transformation

Methoden

u.a. Formate des gemeinsamen Erkundens; inhaltliche Impulse aus der Systematischen Theologie und systemischen Organisationssoziologie

Ergebnisse

Die Teilnehmenden

  • sammeln Erkenntnisse, wie Theologie in organisationalen Zusammenhängen „funktioniert“,

  • erweitern die Sensibilität für das eigene professionelle Rollenmindset,

  • reflektieren religiös-theologische Ressourcen aus der eigenen Biographie und

  • entwickeln Formate des „Theologisierens“ für die Führungspraxis.

Dozierende

Dr. Birgit Klostermeier, Theologin und Soziologin, systemische Organisationsberaterin, verschiedene Positionen in der evangelischen Kirche, seit 2020 freiberuflich mit www. in-differenz-beratung.de, Hannover und Berlin
Dr. Christopher Zarnow, Professor für Systematische Theologie an der Evangelischen Hochschule Berlin, Mitbegründer der Arbeits- und Beratungsstelle „Theologie der Stadt“ der evangelischen Kirche in Berlin, Forschungsschwerpunkte u.a. zur Didaktik der christlichen Dogmatik
Fr., 22.01.2027 | ab 14:00 Uhr
Sa., 23.01.2027 | bis 12:30 Uhr
max. 14 Teilnehmende
Führungskräfte in Kirche und Diakonie mit Interesse an der theologischen Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Herausforderungen in der Transformation
440,00 EUR plus Übernachtung/Verpflegung
Schwedische Victoriagemeinde
Landhausstr. 26-28
10717 Berlin
VA-Nr.: 510529
Studienleitung
Abbildung Dr. Lars CharbonnierDr. Lars Charbonnier0172 739 28 50lars.charbonnier@a-kd.net
Organisatorische Fragen
Agnes Hahn0172 301 28 19agnes.hahn@a-kd.net