Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach §132g Abs. 3 SGB V

Weiterbildung

Mit der Verankerung des § 132 g SGB V, der gesundheitlichen Vorsorgeplanung für die letzte Lebensphase, im neuen Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) ermöglicht der Gesetzgeber ein von den gesetzlichen Krankenkassen finanziertes und qualifiziertes Beratungsangebot. Ziel ist es, die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen selbstbestimmt die Entscheidung für eine individuelle Gestaltung ihrer letzten Lebensphase treffen zu lassen. Die Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe bieten den Versicherten in ihren Einrichtungen eine gesundheitliche Vorausplanung" an, damit eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen der physischen, psychischen, sozialen und religiösen bzw. spirituellen Unterstützung in Vorbereitung auf die letzte Lebensphase erfolgen kann. Dabei sind individueller Wille und biographischer Hintergrund der Betroffenen für den Beratungsprozess handlungsleitend.


1. Teil der Weiterbildung

  • 48 Unterrichtsstunden

  • 12 Unter­richtsstunden begleitende Beratungsprozesse mit anschließender Reflexion vor Ort, begleitet durch die Kursleiterinnen der Weiterbildung

 

Zertifizierung nach dem 1.Teil der Weiterbildung

Nach erfolgreichem Abschluss des 1.Teils der Weiterbildung sind die Teilnehmer*innen berechtigt, die gesundheitliche Versorgungsplanung über die Gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen.

 

Theorieteil 2

  • 36 Unterrichtsstunden

 

2. Teil der Weiterbildung

Die Teilnehmer:innen führen alleinverantwortlich vor Ort sieben Beratungspro­zesse innerhalb eines Jahres durch. Das Jahr wird durch 6 Online-Sitzungen á 2- 4 Stunden begleitet.

 

Nach erfolgreichem Abschluss des zweiten Teils erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Schwerpunkte

  • Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung (§132g SGB V) für die letzte Lebensphase

  • ethische und rechtliche Sachverhalte, Patientenverfügung, Notfallplan

  • pflegerische und medizinische Sachverhalte

  • Beratungsgespräche

  • Kommunikation und Gesprächsführung

  • Selbstreflexion

  • Dokumentation und Vernetzung

  • GVP in anderen Kulturen, am Beispiel Islam

Zielgruppe

Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, Altenpfleger:innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:innen, Heilerziehungspfleger:innen, Heilpädagogen:innen, Ergotherapeut:innen, Erzieher:innen, Gesundheits-, Pflege-, Sozial-, Geistes-, Erziehungswissenschaftler:innen, Mediziner:innen, sowie Personen mit vergleichbaren Qualifikationen mit mindestens dreijähriger, einschlägiger Berufserfahrung innerhalb der letzten acht Jahre

Methoden

  • theoretische Impulse

  • Diskussionen, Erfahrungsaustausch

  • Arbeit in Kleingruppen

  • Rollenspiele, praktische Übungen

  • Selbst- und Gruppenreflexion

  • Durchführung eigenständige Beratungsprozesse

  • Begleitung vor Ort

Ergebnisse

Sie

  • kennen die Vereinbarung nach §132g SGB V und können diese umsetzen,

  • können den Willen der/des Leistungsberechtigen und ihrer An- und Zugehörigen ermitteln und dokumentieren,

  • können rechtssicher Beratungsgespräche durchführen und dokumentieren,

  • kennen interne und externe Netzwerke,

  • können selbstorganisiert und -verantwortlich komplexe Gesprächsbegleitungen durchführen.

Dozierende

Beate Krüger, Beraterin Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase
Mo., 07.10.2024 | ab 09:00 Uhr
Do., 28.11.2024 | bis 16:15 Uhr
max. 16 Teilnehmende
Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, Altenpfleger:innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:innen, Heilerziehungspfleger:innen, Heilpädagogen:innen, Ergotherapeut:innen, Erzieher:innen, Gesundheits-, Pflege-, Sozial-, Geistes-, Erziehungswissenschaftler:innen, Mediziner:innen, sowie Personen mit vergleichbaren Qualifikationen mit mindestens dreijähriger, einschlägiger Berufserfahrung innerhalb der letzten acht Jahre
1.600,00 EUR plus Übernachtung/Verpflegung
N.N.
Berlin
VA-Nr.: 834611
Studienleitung
Abbildung Dr. Gabriele BeckertDr. Gabriele Beckert0172 739 28 85gabriele.beckert@a-kd.net
Organisatorische Fragen
Michael Rautenberg0174 315 49 35michael.rautenberg@a-kd.net