21. GWA Werkstatt 2024

Gemeinwesenarbeit verändert Strukturen!?

Gemeinwesenarbeit (GWA) zielt mit ihren Gestaltungsambitionen weniger auf die Veränderung und Anpassung von Individuen. Vielmehr begreift sich GWA als Praxisfeld und Arbeitsprinzip Sozialer Arbeit, die gesellschaftliche Ursachen für Armut, Marginalisierung und Diskriminierung reflektiert, bearbeitet und Impulse für Veränderungsprozesse gibt.

 

Die 21. GWA Werkstatt schaut auf Gelingensfaktoren und Widersprüche für Gemeinwesenarbeit als Ansatz struktureller Veränderungen. Objektivierbare strukturelle Barrieren sollen sichtbar werden und in der Praxis erprobte Handlungsoptionen werden vorgestellt und diskutiert. Dabei arbeiten wir an beispielhaften Fragestellungen, wie:

Welche Handlungsmethoden sind erfolgsversprechend?

Inwiefern fördern und begrenzen Rahmenbedingungen und Abhängigkeitsverhältnisse der GWA ihre Struktur verändernden Potenziale?

Wie können Konflikte - als wesentliche Triebfeder gesellschaftlicher Veränderung - von GWA aufgegriffen und produktiv gemacht werden?

 

Alle Teilnehmenden der Tagung sind eingeladen ihre aktuellen Themen, verunsichernde Fragestellungen und Lernfelder "einzupacken und dabei zu haben". Die GWA werkstatt ist ein wichtiger Ort zum Praxisaustausch in diversen formalen und informellen Settings. Insbesondere die "Werkstatt" am 3. Tag wird ausschließlich Themen der Teilnehmenden aufgreifen und Raum geben, diese zu diskutieren.

 

Die alle zwei Jahre stattfindende GWA Werkstatt ist eine Kooperationsveranstaltung von

  • Akademie für Kirche und Diakonie

  • BAG Soziale stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit

  • Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit, Sektion Gemeinwesenarbeit

  • Verband für sozial-kulturelle Arbeit.

 

Die GWA Werkstatt kann auf die Fortbildungsreihe zu integrativer Gemeinwesen-, Quartier- und Sozialraumarbeit der akd angerechnet werden.

Schwerpunkte

Programm

18. Juni 2024

 

12:00 Uhr: Anreise, registrieren, kennen lernen

 

14:00 Uhr: Eröffnung der GWA Werkstatt

Fachvorträge im Plenum

 

1. Methoden struktureller Veränderungen am Beispiel des Umgangs mit Racial Profiling"

Nivedita Prasad, ASH Berlin

 

2. Das Standing der GWA im Hinblick auf strukturelle Veränderungen - Einblicke aus einem Forschungsprojekt zu Rahmenbedingungen und Abhängigkeiten von GWA

Oliver Fehren, ASH Berlin

 

Fishbowl und Diskussion

 

18:00 Uhr: Abendessen

 

 

19. Juni 2024

 

9:30 Uhr: Plenum

 

Arbeitsgruppen

Staddteilmediation am Beispiel Magdeburg - Melbourne - Manhatten

Christian Hartwig, LAG Mediation Sachsen-Anhalt

 

Sozial- und Gemeinwohlorientierung im Quartier? Gemeinwohlökonomie als reale Zukunftsvision

Gesa Hatesol, Hansa Forum Münster / Stefan Fröba, Diakonie Hasenbergl München

 

Newcomer Workshop

Niklas Kilian, Universität Innsbruck, Frank Dölker, akd Berlin

 

Neurechte Parteien in Politik und Verwaltung. Konsequenzen für GWA

Christian Weßling, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Aninka Ebert, akd,Berlin

 

Von "Zeit der Solidarität" bis UfOs - Community Organizing (union für Obdachlosenrechte) zur Stärkung wohnungsloser Berliner:innen.

Das Projekt "Zeit der Solidarität" hat die Grundlagen zur Förderung des Engagements von Menschen mit Wohnungslosigkeit Erfahrung geschafft. Was waren die Schritte? Was ist der Unterschied zwischen Gemeinwesenarbeit und Community Organizing? Und was sind die wichtigsten Faktoren für wohnungslose Menschen wenn sie sich als Expert:innen in eigener Sache engagieren?

Bálint Vojtonovszki (Jg. 1983), Soziologe und Community Organizer, seit 10 Jahren Berliner, ursprünglich aus Budapest, Ungarn. Dort gründete er die Grassroots-Freiwilligenorganisation „Die Stadt gehört allen“ zusammen mit wohnungslosen Aktivisten und ihren Alliierten. In Berlin arbeitete er u.a. als Mobiler Berater, Streetworker, Mitarbeiter in der Kältehilfe und letztens als Leiter des Projektes "Zeit der Solidarität". Zurzeit begleitet er die Arbeit der Union für Obdachlosenrechte Berlin (UfO Berlin)."

 

Qualitätsstandards in der GWA

Lara Lebriez, LAG Soziale Brennpunkte Hessen, / Markus Kissling BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit

 

 

 

13:00 Uhr: Mittagsimbiss

 

14:30 Uhr: Wiederholung der Arbeitsgruppen. Alle Teilnehmenden können sich bei 2 Angeboten beteiligen.

 

18:00 Uhr Abendessen

 

20. Juni 2024

 

9:30 Uhr: "Die Werkstatt"

Offenes Format zur Vertiefung von Themen, neue Impulse, Gesprächsrunden, Absprachen.

 

13:00 Uhr: Ende

 

 

 

Stand: 26.01.2024

Zielgruppe

Mitarbeiter*innen in Praxis, Forschung und Lehre, die sich mit GWA und/oder Sozialraumarbeit beschäftigen

Methoden

Impulsvorträge

Diskussionen im Plenum und in kleinen Gruppen

Fish-Bowle

World Café

Dozierende

Frank Dölker, AKDFrank Dölker, AKD

In Kooperation

Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit
Di., 18.06.2024 | ab 12:00 Uhr
Do., 20.06.2024 | bis 13:00 Uhr
max. 100 Teilnehmende
Mitarbeiter*innen in Praxis, Forschung und Lehre, die sich mit GWA und/oder Sozialraumarbeit beschäftigen
350,00 EUR plus Übernachtung/Verpflegung
VCH Hotel Haus Hainstein
Am Hainstein 16
99817 Eisenach
VA-Nr.: 452208
Studienleitung
Abbildung Frank DölkerFrank Dölker0173 510 54 98frank.doelker@a-kd.net
Organisatorische Fragen
Michael Rautenberg0174 315 49 35michael.rautenberg@a-kd.net