Recht auf Risiko?! Selbstschädigendes Verhalten von Klient:innen in der Assistenz

"Das Spannungsverhältnis von Selbstbestimmung und Fürsorge ist fundamental für jede freiheitliche Pädagogik". (Dieter Katzenbach)

Diese Ambivalenz im konkreten pädagogischen Handeln auszuhalten, stellt Mitarbeiter:innen im selbstbestimmten Wohnen vor große Herausforderungen. Selbstschädigende Verhaltensweisen von Klient:innen, wie z. B. Drogenkonsum oder das Messi-Syndrom, konfrontieren die Betreuungs- und Assistenzsysteme mit der Frage nach den Grenzen der Selbstbestimmung. Wo beginnt die Notwendigkeit zur Intervention, wo wird reflexhaft unter dem Paradigma der Fürsorge in Strukturen scheinbar überwundener Fremdbestimmung zurückgegangen?

In der Fortbildung können Sie diese und weitere Fragen in einem gemeinsamen Diskussionsprozess anhand konkreter Fallbeispiele ausloten.

Zielgruppe

Fach- und Leitungskräfte in ambulanten Diensten der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung und der Wohnungslosenhilfe

Methoden

  • Diskussionsrunden

  • Biografie-bezogene Fallbesprechungen

  • Kollegiale Beratung/Intervision

Ergebnisse

Sie

  • erweitern Ihr Verständnis für die Ambivalenz von Fürsorge und Selbstbestimmung

  • kennen grundlegende rechtliche Aspekte,

  • vertiefen Ihr Verständnis für Verhaltensweisen der Klient*innen vor dem Hintergrund spezifischer psychischer Erkrankungen,

  • kennen Möglichkeiten, in Krisen in Beziehung zu den Klient:innen bleiben zu können

  • stärken ihre Fähigkeit, negative Emotionen auszuhalten,

  • gewinnen Sicherheit für das angemessene Handeln in zukünftigen Krisen.

Dozierende

Rainer Scheuer, Dipl. Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut
Mo., 30.09.2024 | ab 10:00 Uhr
Di., 01.10.2024 | bis 15:30 Uhr
max. 15 Teilnehmende
Fach- und Leitungskräfte in ambulanten Diensten der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung und der Wohnungslosenhilfe
290,00 EUR plus Übernachtung/Verpflegung
Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V.
Glockenstr. 8
14163 Berlin
VA-Nr.: 656127
Studienleitung
Abbildung Aninka EbertAninka Ebert0174 347 34 85aninka.ebert@a-kd.net
Organisatorische Fragen
Annika Unverfehrt0172 288 31 06annika.unverfehrt@a-kd.net